Kindertagesstätte "Sonnenkäfer"

Wir orientieren uns am Bildungsprogramm für Kindertageseinrichtungen Sachsen-Anhalt "Bildung: elementar – Bildung von Anfang an"
Die Aufgabe der Kindertageseinrichtungen sind im Kinder- und Jugendhilfegesetz (KJHG, SGB VIII ) festgelegt. Im Gesetz zur Förderung und Betreuung von Kindern in Tageseinrichtungen und in Tagespflege des Landes Sachsen- Anhalt (KiFöG) hat das Land die Bedeutung der Kita als Bildungseinrichtung hervorgehoben.


Durch Förderung der Eigenaktivität eines jeden Kindes, haben wir uns das Ziel gesetzt ein selbstständigeres gesundes und ausgeglichenes Kind zu fördern und zu begleiten. Zu einem guten Start in unsere Kindertagesstätte gehören das Aufnahmegespräch mit der Leiterin und ein gemeinsamer Rundgang durch das Haus.

Unser Kindergarten wurde bereits nach dem Krieg gegründet. Zunächst befand er sich in einem Haus neben der Kirche, später in einer Baracke, die an dem Ort stand, wo sich noch heute die Kindertagesstätte "Sonnenkäfer" befindet.
Im Mai 1980 wurde der Neubau der Tagesstätte seiner Bestimmung übergeben, in dem sich bis 1990 getrennt voneinander der Kindergarten und die Kinderkrippe befanden.
Die Gemeinde Zöschen, der Träger der Einrichtung, sanierte im Jahr 2000 das Gebäude, so dass sich Kindergarten, Kinderkrippe und Hort in dem Gebäude befanden und unsere Kinder gemeinsam betreut werden. Seit 2014 werden die Kinder im Hort der Grundschule Wallendorf betreut.

2005 feierten wir "60 Jahre Kindergarten Zöschen".

Unsere Außenanlage wird ständig umgestaltet, dadurch werden für unsere Kinder neue Bewegungsräume geschaffen.
Die Neueröffnung des Bolzplatzes fand 2009 statt. Außerdem wurden 2017 der Krippenspielplatz und der Kindergartenspielplatz saniert.
Im Zuge der Gebietsreform 2010 ging die Trägerschaft in die Stadt Leuna über.

Unsere Einrichtung ist eine gesunde- bewegte Kindertagesstätte. Wir legen besonderen Wert auf eine ganzheitliche Entwicklung der kindlichen Persönlichkeit. Wir achten auf ein ausgeglichenes Verhältnis von Bewegung, Entspannung und gesunder Ernährung. Auf diese Anforderungen sind unsere Räume und das Außengelände ausgerichtet. Die Kinder sollen sich in unserer Einrichtung wohl fühlen.
Ziel der Kinderbetreuung, ist die Entwicklung jedes Kindes zu einer eigen- verantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit (KiföG).

Unser Bild vom Kind

Die Rechte der Kinder auf Beteiligung und Bildung werden in unserer Einrichtung wahrgenommen.
Kinder sind Persönlichkeiten, die Begleitung brauchen.
Kinder haben einen großen Bewegungsdrang
Kinder brauchen feste Regeln und Strukturen.
Kinder spielen Lebenssituationen nach und verarbeiten sie so.
Kinder haben Phantasie und eine sich daraus entwickelnde Kreativität.

Tagesablauf der Kindergartenkinder

06:00 - 07:45 Uhr: Annahme der Kinder, Freispiel 

08:00 - 08:30 Uhr: Frühstück

08:30 - 08:50 Uhr: Körperpflege, Freispiel, Annahme der Kinder

09:00 - 11:00 Uhr: Morgenkreis, Gruppenangebote, Freispiel, Aufenthalt im Freien

11:00 - 12:00 Uhr: Körperpflege, Mittagessen, Vorbereitung zum Mittagschlaf

12:00 - 14:00 Uhr: Mittagsruhe

14:00 - 15:00 Uhr: Ankleiden, Vesper

15:00 - 17:00 Uhr: Freispiel bis zur Abholung durch die Eltern

Tagesablauf der Kinderkrippenkinder

06:00 - 07:45 Uhr: Annahme der Kinder, Freispiel

07:50 - 08:00 Uhr: Morgenkreis

08:00 - 08:30 Uhr: Frühstück

08:30 - 08.50 Uhr: Körperpflege, Freispiel, Annahme der Kinder

09:00 - 11:00 Uhr: Angebote, Freispiel, Aufenthalt im Freien

11:00- 12:00 Uhr: Mittagessen, Körperpflege, Vorbereitung zum Mittagschlaf

12:00 - 14:00 Uhr: Mittagsruhe

14:00 - 15:00 Uhr: Ankleiden, Vesper

15:00 - 17:00 Uhr: Freispiel bis zur Abholung durch die Eltern

In unserer Kindertagesstätte können bis zu 72 Kinder betreut werden. Diese sind in 5 Gruppen gegliedert:

Krippe

Krabbelmäuse zur Zeit mit 13 Kindern im Alter von 0 - 1 3/4 Jahren
Springmäuse zur Zeit mit 8 Kindern im Alter von 1 3/4 - 3 Jahren
Diese beiden Gruppen werden von 5 Erzieherinnen betreut.

 

Springwichtel zur Zeit mit 6 Kindern im Alter von 3 Jahren. Diese Gruppe wird von einer Erzieherin betreut.

 

Kindergarten

Auewichtel zur Zeit mit 22 Kindern im Alter von 3 - 4 Jahren
Schlaufüchse zur Zeit mit 22 Kindern im Alter von 4 - 6 Jahren
Diese beiden Gruppen werden von 4 Erzieherinnen betreut.

Unser Motto: Ohne Eltern geht es nicht.

Als familienergänzende Erziehungs- und Bildungseinrichtung hat die Zusammenarbeit mit den Eltern und Familien der Kinder für uns einen wichtigen Stellenwert. Es ist uns wichtig Eltern als kompetenten Partner für ihr eigenes Kind wertzuschätzen und mit ihnen zum Wohl ihres Kindes zusammenzuarbeiten.
Unser Anliegen ist es, unsere Angebote im Bereich der Elternarbeit auf die sich veränderten Bedürfnisse der Eltern abzustimmen. 
Eltern und Familien begegnen wir respektvoll, unabhängig von der 
Lebensform und dem kulturellen Hintergrund.

Wir bieten den Eltern vielfältige Informationsmöglichkeiten über unsere aktuelle pädagogische Arbeit:

  • schriftliche und mündliche Info über alle Belange der Kita
     (Aktivitäten, Feste,  Feiern, Ausflüge, Veranstaltungen usw.)
  • Elternabende, Elternbriefe, Tür- und Angelgespräche
  • Bereitstellung von Dokumentationsmaterialien
  • Entwicklungsgespräche, Elterngespräche
  • Einsicht in das Portfolio des Kindes
  • Gruppenelternachmittag
Elternkuratorium

Alle 2 Jahre nach Beginn des neuen Kita- Jahres werden entsprechend unserer Richtlinien die Elternvertreter neu gewählt. Aus jeder Gruppe wird ein Vertreter gewählt. Sie sind Ansprechpartner für die Eltern und werden Wünsche, Kritik, Erwartungen Vorstellungen sowie Lob an uns weiter tragen.

Zusammenarbeit mit dem Träger

Die Verantwortungsbereiche und Entscheidungskompetenzen zwischen Träger, Leitung sowie Mitarbeitern sind verbindlich geklärt.

Durch unsere Bambinisportgruppe pflegen wir einen engen Kontakt zum hiesigen Sportverein. Mittlerweile unterstützen sie uns schon das 5. Jahr eine gesunde und bewegte Kita zu sein.

Eine enge Zusammenarbeit zwischen unserer Kita und der Grundschule Wallendorf besteht, um die künftigen Schulanfänger auf den Wechsel zur Schule vorzubereiten.

Die Betreuung der Kinder durch das Gesundheitsamt ist gewährleistet (Einschulungsuntersuchungen, Jugendärztlicher Dienst, Hygienekontrollen).

Das Jugendamt steht uns bei etwaigen Fragen beratend zur Seite.

Die Darstellung der Kita in der Lokalen Presse ist wichtig für das Zusammengehörigkeitsgefühl in der Einrichtung und hilft, das Profil zu schärfen.

Mehrmals jährlich steht unsere Einrichtung der Öffentlichkeit zur Verfügung. ( Sommerfest, Oma- Opa Tag, Martinsumzug, Kuchenbasar)

Wir arbeiten mit den ortsansässigen Vereinen zusammen (Feuerwehr, Heimatfest, Geflügelzüchter)

Coronaferien für Erzieher? – Nein danke!!

Der 16.3.2020 wird sicher allen noch lange im Gedächtnis bleiben. An diesem Tag erhielten wir die Nachricht der Bundesregierung, dass die Kindereinrichtungen des Landes aufgrund der zunehmenden Fälle von Erkrankungen an COVID-19 im Land vorübergehend geschlossen werden.

Diese Nachricht traf die Eltern und Kinder in besonderem Maße. Von jetzt an hieß es, den Tagesablauf neu zu organisieren. Auch die Großeltern konnten nur noch in wenigen Fällen hilfreich zur Seite stehen. Schließlich gehört diese Personengruppe zu den Risikopatienten und niemand möchte die Schuld für eine Erkrankung tragen.

Doch auch an uns ging diese Entscheidung nicht spurlos vorbei. Viele Fragen kamen auf. Wie geht es weiter? Wie lange wird die Schließung andauern? Wie gestaltet sich eine angekündigte Notfallbetreuung? Und, und, und.

So begannen auch wir, unsere Aufgaben neu zu organisieren. Wer schon einmal die Gelegenheit hatte, hinter die Türen einer Kindertageseinrichtung zu schauen, wird bemerken, dass es hier immer etwas zu tun gibt. Die ersten Tage vergingen mit dem gründlichen Reinigen, Desinfizieren und aussortieren der Spielsachen. Dabei kamen natürlich auch die Schränke, Stühle und Tische nicht zu kurz.

In den nächsten Tagen ging es dann auf dem Außengelände weiter. Schaufeln, Schippen, Sandförmchen, Fahrzeuge, Puppenwagen usw. wurden gereinigt, aussortiert und wieder neu eingeräumt.

Da unser Fahrradunterstand beim letzten Sturm die Dachpappe verloren hatte, begann unser Hausmeister, Herr Schmidt, mit dem Dachdecker die Reparaturarbeiten. Bei genauerem Hinsehen, kamen jedoch weitere Holzschäden zum Vorschein, die die Zeichen der Zeit trugen und nun beseitigt werden mussten.

Nachdem die erste Putzwelle durch die Kita gezogen war, überlegten wir Erzieher uns, wie wir unser Außengelände weiter kinderfreundlich gestalten könnten. Da unsere Kinder sehr gern die Bewegungsbaustelle nutzen, zogen wir in die Aue, um für die Kinder neue Baumstämme zum Klettern und Bauen zu finden.

Außerdem sollte ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung gehen. Die Idee für eine Klangstraße stand schon längere Zeit auf der Ideenliste. Herr Heldt und sein Sohn Stefan halfen uns bei der Umsetzung. Vielen Dank dafür.

Neben den sichtbaren Veränderungen gibt es in einer Kita jedoch auch viele Dinge zu erledigen, die man erst bei genauerem Hinschauen erkennt. Für jedes Kind wird ein Portfolio in Form eines Hefters geführt. Darin werden die Entwicklungsfortschritte jedes einzelnen Kindes in Bild- und Textform festgehalten. Dieses Portfolio bildet die Grundlage für Entwicklungsgespräche mit den Eltern. Mit dem Schuleintritt erhalten die Kinder das Portfolio in ihren Besitz. Da wir Erzieher immer viele tolle Neuigkeiten bei unseren Kindern entdecken, wird natürlich auch viel fotografiert. Diese schönen Erinnerungen müssen dann für alle Kinder verarbeitet werden. Selbst wenn von jedem Kind nur 5 Fotos in den letzten Wochen geknipst wurden, sind das bei einer durchschnittlichen Gruppengröße von 20 Kindern schnell mal 100 Fotos. So vergeht natürlich einige Zeit, bis alle Bilder aufgearbeitet sind.

Die Wochen vergingen und einige wenige Kinder kamen in unsere Notbetreuung. Unser Kreativraum mit unzähligen Bastelmaterialien wurde aufgeräumt und wir bekamen das Angebot, unsere Räume grundreinigen zu lassen. Normalerweise wird diese Grundreinigung 2x im Jahr an einem Wochenende durchgeführt. Für uns bedeutet es immer, am Freitagnachmittag die Zimmer leer räumen, Spielsachen aussortieren und nach der Reinigung am Sonntagnachmittag alles wieder einzusortieren. Nun führten Herr Schmidt und Frau Zimmermann diese gründliche Reinigung an mehreren Tagen in der Kita durch. Die Erzieher führten die Vorarbeiten durch und räumten danach die Schränke und Spielsachen wieder in die Räume ein. Nun glänzen unsere Fußböden wie am ersten Tag.

Neben all den Arbeiten waren unsere Gedanken natürlich ganz oft bei unseren Kindern und deren Eltern. Die Erzieher setzten sich zusammen und entschlossen sich, in Anlehnung an die Regenbogenchallenge, eine eigene Challenge für die Kinder zu entwickeln. Wir schrieben unseren Kindern einen Brief, indem wir sie baten, gemeinsam mit ihren Eltern ein Bild von unseren Sonnenkäfern auszumalen. Zur Unterhaltung rundeten einige Witze und ein Kuchenrezept den Brief ab. Viele Kinder schickten uns Fotos von ihren Bildern, so dass wir zumindest auf dem Postweg Kontakt hatten. Die Fotos schmücken unseren Flur und werden uns sicher noch lange in unserem Alltag begleiten.

Wie immer in schwierigen Zeiten, erleichtern uns kleine „Wunder“, den schweren Alltag zu meistern. In unserem Zöschener Park hinter der Kita ist ein solches kleines Wunder geschehen. Vor ca. 2 Wochen entdeckten wir bei einem Spaziergang um den Teich einen Baum mit kleinen bunten Spitzen. Bei genauerer Betrachtung stellten wir fest, dass es sich um kleine Knospen eines Zuckertütenbaumes handelte. Also nutzte Frau Schatz, die Erzieherin der Schulanfänger, die Gunst der Stunde und stellte eine Kiste mit Zuckerwasser und einer Gießliste bereit. So konnten die angehenden Schulanfänger trotz Corona täglich ihren Zuckertütenbaum gießen. Die Signale stehen günstig und mit etwas Glück, können wir unsere zukünftigen ABC-Schützen mit einem Zuckertütenfest in die Schule verabschieden.

Im Laufe der Wochen wurden die Aufnahmebedingungen für die Notbetreuung gelockert und die Kita erfüllte sich nach und nach mit Kinderlachen. Nun dauert es nicht mehr lange, und alle Kinder dürfen wieder mit ihren Freunden spielen. Wir freuen uns auf die kommende Zeit und wünschen allen schöne Ferien- und Urlaubstage, auch wenn sie in diesem Jahr etwas anders verlaufen als geplant.

Wir machen das Beste daraus.

Die Erzieher der Kita „Sonnenkäfer"