Kirche in Daspig

[(c): Christian Butzkies]

Die evangelische Kirche Daspig wurde als Wehrkirche gebaut. Sie ist das älteste Zeugnis dieser Ortschaft.

Die Kirche liegt außerhalb des ehemaligen Dorfkerns. Sie war Teil einer Mauer, die das Dorf umgab.

Geschichte

Frühes 14. Jahrhundert

Die Kirche in Daspig wurde gebaut. Als Teil der zwei Meter hohen Dorfmauer nahm sie eine wichtige Funktion ein.

Beginn 17. Jahrhundert

Die Glocken wurden eingesetzt. Lorenz Richter in Halle goss sie.

1678

Die Empore wurde eingebaut.

1730

Der hölzerne Kanzelaltar wurde errichtet.

1902

Die Glocken wurden erneuert.

1917

Im Zuge des ersten Weltkriegs wurden zwei der Glocken eingeschmolzen.

April 1945

Während des zweiten Weltkriegs wurde die Kirche beschädigt.

1948

Der Wiederaufbau der Kirche in Daspig wurde abgeschlossen.

Um 2000

Die Kirche wurde aufwändig saniert.

Architektur

Die Wehrkirche in Daspig wurde ursprünglich im Stil der Romanik erbaut. Als Teil der ehemaligen westlichen Mauer des Dorfes, hat sie keine Fenster an der Westseite.

Durch zahlreiche Erweiterungen des Gebäudes können heute auch Elemente anderer Stilrichtungen gesehen werden. So sind zum Beispiel auch gotische Elemente vorhanden. Die später eingebaute Empore und der hölzerne Kanzelaltar hingegen weisen barocke Stilelemente auf.

Ein weiteres Merkmal ist ein steinernes Sühnekreuz. Dieses ist, mit gutem Auge, auf der westlichen Seite des Daches zu finden.

Der Innenraum wird von einer bemalten Balkendecke überspannt.

Die Glocke wird heute noch traditionell, mit Hilfe eines Glockenseils, zum Läuten gebracht.

Der barocke Taufengel, der ursprünglich zur Kirchenausstattung gehörte, kann heute in der Friedenskirche Leuna betrachtet werden.

Heutige Nutzung

Das Gebäude der Kirche Daspig gehört zum Kirchspiel Leuna. Bei regelmäßigen Gottesdiensten und abgesprochenen Führungen ist ein Zugang möglich.