Ruine der Nikolaikirche

[(c): Christian Butzkies]

Die evangelische Kirche Sankt Nikolai wird umgangssprachlich Nikolaikirche genannt. Sie wurde im frühen 14. Jahrhundert als Wehrkirche errichtet.

Nach einer schweren Beschädigung im zweiten Weltkrieg ist die Ruine inzwischen nicht mehr in den aktiven Kirchenbetrieb eingebunden.

Geschichte

Frühes 14. Jahrhundert

Die Nikolaikirche in Rössen wurde erstmals urkundlich erwähnt. Die ursprüngliche Funktion als Wehrkirche prägte die Architektur.

Sie wurde im Stil der Romanik erbaut. Trotz mehrfacher Umbauten ist dieser Stil noch heute erkennbar.

Beginn 17. Jahrhundert

Die drei Glocken wurden eingesetzt. Zwei dieser Glocken wurden jedoch 1917, während des ersten Weltkriegs, eingeschmolzen.

1916

Im Zuge der Gründung und des Baus der Stadt Leuna,  wurde sie abwechselnd von der evangelischen und der katholischen Gemeinde genutzt.

Karl Barth, der Architekt der Stadt Leuna, wollte sie eigentlich renovieren und den Innenraum neu gestalten. Mit dem Bau der Friedenskirche in unmittelbarer Nachbarschaft wurden diese Pläne jedoch aufgegeben.

1970

Nachdem sie außer Dienst gestellt worden war, verwilderte die Ruine. Trotz schwerer Beschädigungen während des zweiten Weltkriegs, wurde die Nikolaikirche bis dahin genutzt.

2004

Eine grundlegende Sicherung erfolgte. Damit wurde sie wieder zugänglich gemacht.

Neben dem steinernen Altar kann so auch die Sakramentsnische wieder besichtigt werden. Sie ist ebenfalls aus Stein gefertigt und stammt aus dem 15. Jahrhundert.

2014 bis 2015

Eine grundlegende Sanierung erfolgte.

Heutige Nutzung

Das Gebäude der Nikolaikirche gehört zum Kirchspiel Leuna. Nach einer grundlegenden Sicherung im Jahr 2004 wird die Ruine heute wieder für Konzerte und Trauerfeiern genutzt.

Die Ruine ist offenstehend und so für Besucher ganzjährig zugänglich.