St. Barbara Zweimen

[(c): Martin Pochert]

Die evangelische Sankt Barbara Kirche in Zweimen wird im Volksmund als Dom der Elster-Luppe-Aue bezeichnet.

Die Entfernung zu stark befahrenen Straßen, die ländliche Umgebung und der schlichte Bau geben Besuchern Raum für Ruhe und Besinnung.

Geschichte

1492

Die Kirche wurde errichtet. Darauf weist eine Inschrift am Gebäude hin.

1546

Ein Teil der Kirchenschätze wurde von Herzog Moritz, für Kriegszwecke, beschlagnahmt.

1665

Die Kirche wurde vollständig erneuert.

1669

Eine Orgel wurde angeschafft und eingesetzt.

1706

Ein weiterer Umbau erfolgte. Dabei wurde die Kirche zu ihrer heutigen Größe erweitert. Der Umbau mit dem markanten Zwiebelturm wird dem Merseburger Baumeister Hoppenhaupt zugeschrieben.

1892

Eine Turmuhr wurde installiert. Sie war ein Geschenk von Martha von Hohenthal zum 400jährigen Jubiläum der Kirche.

1898

Orgelbauer Wilhelm Rühlmann, ein Geselle von Ladegast, errichtete eine neue Orgel.

1990

Umfangreiche Renovierungsarbeiten wurden begonnen. Dabei wurde auch der Turm grundlegend saniert.

2010

Die gründlich überholte Orgel wurde geweiht. Die Erneuerungsarbeiten dauerten fast zwei Jahre.

2012

Die Gedenktafeln für die Opfer des ersten Weltkriegs wurden zur Restauration gegeben.

Architektur

Der auffällige Turm wird von einer Zwiebelhaube abgeschlossen. Sie ist mit schwarzem Schiefer gedeckt. Die viereckige Grundfläche des Turms verändert sich, auf Höhe des Dachfirsts des Kirchenschiffs, zu einer achteckigen Form.

Neben dem Eingang zur Kirche befinden sich an der Außenmauer zwei Gedenktafeln. Darauf sind die Opfer des ersten Weltkriegs, aus den Orten Göhren, Dölkau, Zschöchergen und Zweimen, festgehalten.

Die Wände von Kirchenschiff und Altarraum werden von hohen, schmalen Fenstern durchbrochen. Die bunten Glasfenster sorgen für eine besondere Atmosphäre.

Ein großer Kanzelaltar füllt den Altarraum. Auf der Seite des Turms ist eine Orgelempore angebracht. Darauf ist die bis 2010 überholte Rühlmann-Orgel zu finden.

Der Innenraum beherbergt außerdem Grabplatten, Gedenktafeln für die Familie von Hohenthal und eine Holzfigur der heiligen Barbara aus dem 16. Jahrhundert.

Heutige Nutzung

Die Sankt Barbara Kirche ist als offene Kirche angelegt. Von Mai bis Oktober steht das Tor Besuchern, an jedem zweiten Samstag im Monat von 14 Uhr bis 16 Uhr, offen. Auf Anfrage können auch Führungen organisiert werden.

Zudem werden regelmäßig Gottesdienste abgehalten.