Bürgerversammlung zur Vorstellung der Kommunalen Wärmeplanung gut besucht
Am 12. März hatten wir die Bürgerschaft aus Leuna und unseren Ortschaften zur Informationsveranstaltung in das cCe Kulturhaus Leuna eingeladen. Von der anwesenden Anzahl der Bürgerinnen und Bürger war ich positiv überrascht. Im Groben wurden die Ergebnisse der kommunalen Wärmeplanung vorgestellt.
Mit der kommunalen Wärmeplanung (KWP) stellen wir jetzt die Weichen, um die Wärmeversorgung in unserer Kommune zukünftig an den gesetzlichen Rahmenbedingungen auszurichten.
Auch nach der Novellierung des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) und des Wärmeplanungsgesetzes (WPG) bleibt die kommunale Wärmeplanung ein zentrales strategisches Instrument zur Reduzierung des CO2 Ausstoßes. Für Kommunen unter 15.000 Einwohnern wird die kommunale Wärmeplanung bundesweit deutlich vereinfacht (Reduktion des Aufwands um 80 Prozent). Die Wärmeplanung muss umsetzbar, ressourcenschonend und an die Leistungsfähigkeit der Kommunen angepasst sein.
Bio-Treppe als Ersatz für das 65-%-Ziel
Beschlossene Eckpunkte:
- Das bisherige 65-Prozent-Ziel für erneuerbare Energien bei neuen Heizungen entfällt.
- Betriebsverbote bestimmter Heizungen werden gestrichen.
- Eigentümer können technologieoffen zwischen verschiedenen Heizoptionen wählen (Wärmepumpe, Fernwärme, Hybridmodelle, Biomasse, Gas- und Ölheizungen).
- Für neue Gas- und Ölheizungen gilt ab 2029 eine stufenweise steigende Pflicht zur Nutzung klimafreundlicher Brennstoffe („Bio-Treppe“), beginnend mit 10 Prozent.
- Zusätzlich wird ab 2028 eine moderate Grüngas- und Grünölquote für Inverkehrbringer eingeführt.
- Eine Evaluierung ist für 2030 vorgesehen.
Förderung
Beschlossene Eckpunkte:
- Die auskömmliche Finanzierung der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) wird bis mindestens 2029 sichergestellt.
- Die Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW) wird gesetzlich geregelt und aufgestockt.
- Investitionen in Wärmenetze sollen erleichtert, Refinanzierungsmöglichkeiten verbessert und Verbraucherschutz gestärkt werden.
- Ziel ist es, Investitionshemmnisse abzubauen und die Wärmewende sozial ausgewogen zu gestalten.
Ein verlässlicher Förderrahmen ist aus kommunaler Sicht der Schlüssel. Für einige Bereiche unserer Kernstadt und Bereiche in Spergau könnte die Fernwärme in der Zukunft der Schlüssel sein, wenn die Wirtschaftlichkeit gegeben ist, da hier die Nutzung industrieller Abwärme denkbare Szenarien sind. Für unsere Ortschaften gab es jedoch weitestgehend Empfehlungen zur dezentralen Wärmeversorgung. Das heißt, die Ortschaften könnten unter Bezugnahme der verschiedenen Förderangebote eigene Lösungen umsetzen.
Wir werden Sie über das Thema Wärmeversorgung weiter informieren.
Michael Bedla
Bürgermeister




