Atemschutzausbildung stärkt Einsatzfähigkeit und Zusammenarbeit
Am Samstag, den 11. April 2026, fand eine umfangreiche und praxisnahe Atemschutzausbildung statt, an der insgesamt 45 Atemschutzgeräteträger teilnahmen. Ziel der Ausbildung war es, unter möglichst realistischen Bedingungen wichtige Einsatzabläufe zu trainieren, die Handlungssicherheit zu erhöhen und die Zusammenarbeit der Einsatzkräfte weiter zu festigen.
Als Übungsobjekt diente ein leerstehendes Gebäude, in dem zwei anspruchsvolle Szenarien vorbereitet wurden. Im ersten Obergeschoss wurde eine stark verrauchte Wohnung simuliert, während im Keller ein weiterer, vollständig verrauchter Raum eingerichtet war. Beide Einsatzlagen stellten die Trupps vor unterschiedliche taktische und körperliche Herausforderungen.
Bereits beim Vorgehen zur Einsatzstelle lag ein besonderer Fokus auf der strukturierten und sicheren Türöffnung. Unter Beachtung der geltenden Einsatzgrundsätze wurde das kontrollierte Öffnen der Türen geübt, um Gefahren frühzeitig zu erkennen und eine unkontrollierte Brandausbreitung zu vermeiden. Im Anschluss daran erfolgte das systematische Vorgehen in die verrauchten Bereiche.
Ein weiterer wesentlicher Bestandteil der Ausbildung war das Schlauchmanagement. Die Einsatzkräfte trainierten das richtige Verlegen und Nachführen der Schlauchleitungen in engen und unübersichtlichen Bereichen, um jederzeit eine ausreichende Wasserversorgung sicherzustellen und gleichzeitig ein zügiges sowie sicheres Vorgehen im Innenangriff zu ermöglichen.
Unter schwerem Atemschutz wurden die Räumlichkeiten sorgfältig abgesucht, wobei besonderer Wert auf eine strukturierte Suchtechnik gelegt wurde. Ziel war es, vermisste Personen schnell und zuverlässig aufzufinden und aus den Gefahrenbereichen zu retten. Parallel dazu wurde die kontinuierliche Kommunikation mit dem Gruppenführer über Funk sichergestellt, um jederzeit einen Überblick über die Lage und den Fortschritt der eingesetzten Trupps zu behalten.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem Training eines Atemschutznotfalls. Die eingesetzten Kräfte übten die notwendigen Sofortmaßnahmen sowie die Rettung verunfallter Kameradinnen und Kameraden.
Die Übung verdeutlichte eindrucksvoll das hohe Engagement, die Professionalität der Teilnehmenden sowie das gute Zusammenspiel der einzelnen Ortsfeuerwehren untereinander.
Ein besonderer Dank gilt der Organisation, den Ausbildern sowie allen Helferinnen und Helfern, die mit großem Einsatz zum Gelingen dieser Ausbildung beigetragen haben.
Matthias Schröter
FF Stadt Leuna







